Dan Halter – CAT Cologne

Oct – Nov 2017

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“Shweshwe” is a printed dyed cotton fabric widely used in traditional Southern African clothing and is the inspiration for Dan Halter’s project.

Early German and Swiss settlers in Southern Africa brought with them “Blaudruck” (“blue print”) fabric which influenced the local production of Shweshwe. In Cologne, Halter will go back to the historical roots of this fabric following the roots of his ancestors.
Halter will translate his own family’s story into blaudruck. His family came from Switzerland and his grandfather built a house in Zimbabwe in the 1930s. Halter grew up in that house and after he left home – his parents were attacked in that house. They consequently moved to South Africa. Halter will work with a small textile factory in Cologne that still uses the blaudruck method.

Dan Halter (*1977 in Harare, Zimbabwe) holds a BFA from the University of Cape Town. He lives and works in Cape Town. Using materials ubiquitous to South Africa and Zimbabwe, Halter employs the language of craft and curio as a visual strategy to articulate his concerns within a fine art context. Through this, as well as through photography and video, Halter addresses notions of a dislocated national identity and the politics of post-colonial Zimbabwe within a broader African context.

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“Shweshwe” ist eine Bezeichnung für südafrikanische Stoffe deren Anfertigung eng verbunden ist mit dem europäischen Blaudruckverfahren. Mit europäischen Siedlern fand dieses Wachsdruckverharen ab 1858 den Weg nach Südafrika und wurde bis 1950 immer mehr auch in der traditionellen südafrikanischen Kleidung verwendet. Die Musterung der Stoffe trägt sehr spezifische Bedeutungen, häufig geprägt von historischen Ereignissen.

Dieses bildgebende Verfahren nutzt Dan Halter für sein Projekt in Köln, um Spuren seiner eigenen Familiengeschichte zu verfolgen und sichtbar zu machen. Halters Großvater siedelte in den 1930er Jahren aus der Schweiz nach Simbabwe um, wo die Familie ein Haus besaß. Präsident Robert Mugabe veranlasste im Jahr 2000 eine Landreform, bei der 95 Prozent der von weißen Farmern bewirtschafteten Anbauflächen an besitzlose schwarze Landarbeiter übertragen wurde. Neben dieser Enteignung wurde Halters Familie bedroht und flüchtete in das benachbarte Südafrika.

Dan Halter (*1977 in Harare, Simbabwe) machte seinen BFA an der University of Kapstadt, wo er heute lebt uns arbeitet. Er arbeitet vorwiegend mit in Südafrika und Simbabwe allgegenwärtigen Materialien. Dabei verwendet er eine gleichermaßen handwerklich und kurios anmutende Ästhetik als visuelle Strategie und Sprache innerhalb eines künstlerischen Kontextes. Thematisch führen seine Arbeiten häufig zu Auswirkungen einer entgrenzten nationalen Identität und die politische Haltung des postkolonialen Simbabwes innerhalb eines größeren afrikanischen Kontexts.

save the dates
Dinner Party: Mittwoch, 18. Oktober, 19-23 Uhr (rsvp)
Künstlergespräch und Abschluss: Freitag, 3. November, 18-22 Uhr

October 11, 2017, category: fellows,